Fräsverfahren2026-07-28T14:28:06+02:00

Fräsverfahren

Fräsverfahren für Rohr- und Leerrohrtrassen

Beim Fräsverfahren stellt eine Fräseinheit einen schmalen, nicht betretbaren Graben oder Schlitz her, in den das vorgesehene Rohr- oder Leerrohrsystem eingelegt wird. Je nach Maschine, Untergrund und Bauaufgabe erfolgen Fräsen, Einlegen, Verfüllen und Verdichten in aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten. Das Verfahren wird vor allem dort eingesetzt, wo eine schmale Trasse und ein zügiger Bauablauf gefordert sind.

Für Telekommunikationsnetze beschreibt DIN 18220 Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren für Leerrohrinfrastrukturen und Glasfaserkabel. Für Gas- und Wasserrohrleitungen behandelt DVGW GW 324 Fräs- und Pflugverfahren. Welche Regelwerke gelten, richtet sich daher nach Medium, Lage der Trasse und Bauvertrag.

Was kennzeichnet das Fräsverfahren?2026-07-25T06:38:46+02:00

Das Fräsverfahren stellt eine schmale, nicht betretbare Trasse für Rohre, Leerrohre oder Kabel her. Arbeitsbreite und Eingriff in die Oberfläche können damit geringer ausfallen als bei einem konventionellen, betretbaren Rohrgraben.

Die konkrete Ausführung hängt von Untergrund, Oberfläche, Fräsgeometrie, Verfüllbaustoff und dem einzubauenden System ab. Für Telekommunikationsnetze beschreibt DIN 18220 allgemeine Grundsätze für Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren; für andere Medien gelten die jeweiligen anwendungsbezogenen Regelwerke und Projektvorgaben.

Wie funktioniert das Fräsverfahren?2026-07-25T06:42:16+02:00

Eine Fräseinheit öffnet entlang der vorgesehenen Trasse einen schmalen Schlitz oder Graben. Das Rohr-, Leerrohr- oder Kabelsystem wird anschließend oder – abhängig vom eingesetzten Maschinensystem – in einem gekoppelten Arbeitsablauf eingelegt. Danach wird die Trasse mit dem vorgesehenen Baustoff verfüllt und entsprechend den Anforderungen verdichtet beziehungsweise verschlossen.

Maschine, Frästiefe, Trassenbreite und Arbeitsfolge werden auf Untergrund, Oberfläche, Einbautiefe und Produktgeometrie abgestimmt. Pauschale Angaben zu Tagesleistung oder maximaler Dimension sind deshalb nicht belastbar.

Für welche Einsatzbereiche ist das Fräsverfahren geeignet?2026-07-25T06:39:16+02:00

Fräsverfahren kommen unter anderem beim Ausbau von Telekommunikationsnetzen sowie bei dafür vorgesehenen Rohr- und Leerrohrtrassen zum Einsatz. Sie eignen sich besonders für geradlinige Abschnitte, auf denen eine schmale Bauweise technisch zulässig und mit der vorhandenen Infrastruktur vereinbar ist.

Ob ein Projekt dafür geeignet ist, hängt von Baugrund, Oberfläche, Einbautiefe, Fremdleitungen, Kurvenradien sowie den Anforderungen an Verfüllung und Wiederherstellung ab. Die Auswahl des Rohrsystems richtet sich zusätzlich nach Belastung, Lieferform und Verbindungstechnik.

Welche Vorteile und Grenzen hat das Fräsverfahren?2026-07-25T06:39:24+02:00

Eine schmale Trasse kann Bauzeit, Aushubmenge und Eingriffe in Verkehrs- oder Nebenflächen reduzieren. Bei geeigneten Randbedingungen ermöglicht das Fräsverfahren einen kontinuierlichen und gut abgestimmten Bauablauf.

Diese Vorteile gelten nicht pauschal. Harte oder wechselnde Böden, vorhandene Leitungen, enge Radien, geforderte Überdeckungen und besondere Anforderungen an Oberfläche oder Verfüllung können den Einsatz begrenzen. Auch die Wirtschaftlichkeit muss deshalb für das konkrete Bauvorhaben bewertet werden.

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