Offener Graben
Offene Bauweise im Leitungs- und Netzbau
Bei der offenen Bauweise wird der Rohrgraben entlang der vorgesehenen Trasse hergestellt, das Rohrsystem in der Rohrleitungszone eingebaut und der Graben anschließend lagenweise verfüllt und verdichtet. Das Verfahren ermöglicht den direkten Zugang zur Trasse und eignet sich auch für den Einbau von Formteilen, Abzweigen und Schächten, sofern Baugrund, Grabenabmessungen und Einbauvorgaben berücksichtigt werden.
Rohr, Verbindung, Auflager, Seitenverfüllung und Verdichtung wirken als Gesamtsystem. Maßgeblich sind die projektspezifischen Anforderungen sowie die für den jeweiligen Anwendungsbereich geltenden Regelwerke. DIN 4124 behandelt Baugruben und Gräben einschließlich Böschungen, Arbeitsraumbreiten und Verbau. Anforderungen an Rohrleitungszone, Einbau und Prüfung ergeben sich dagegen aus dem jeweiligen Rohrsystem- und Anwendungskontext.
