Spülbohrverfahren
Horizontalspülbohrverfahren (HDD)
Das Horizontalspülbohrverfahren (Horizontal Directional Drilling, HDD) ist eine steuerbare grabenlose Bauweise zur unterirdischen Verlegung von Rohrleitungen und Schutzrohren. Die Trasse entsteht in der Regel in drei Arbeitsphasen: Pilotbohrung, Aufweitung des Bohrkanals und Einzug des vorbereiteten Rohrstrangs. Eine durchgehende Öffnung der Oberfläche entlang der gesamten Trasse ist dabei nicht erforderlich.
Ob HDD eingesetzt werden kann, richtet sich unter anderem nach Baugrund und Grundwasserverhältnissen, Bohrlänge und -geometrie, vorhandenen Leitungen, erforderlichem Bohrlochdurchmesser sowie den zulässigen Zugkräften und Biegeradien des einzuziehenden Rohrsystems. Planung, Ausführung, Spülungsmanagement und Dokumentation müssen deshalb auf das konkrete Bauvorhaben abgestimmt werden.
